Programmes

World of Noon #1 @ Galerie Schiras

17 Jun 2018
Berlin Senatsverwaltung für Kultur und Europa

World of Noon #1, Galerie Schiras, Keithstraße 10, Berlin-Schöneberg © ABA

Über Zugehörigkeit, Mobilität und Autonomie in der Textilkunst

 

Sonntag den 17. Juni 2018, 14:00 – 17:00 Uhr
Galerie Schiras, Keithstraße 10, Berlin-Schöneberg


Mit:
Tamuna Chabashvili (GEO/NL)
Christel Vesters (NL)
Karen Michelsen Castañón (PE/CA)

 

Dieser erste Salon beschäftigt sich mit Vorstellungen von Zugehörigkeit, Mobilität und Autonomie in Verbindung mit Textilien und Teppichen in unterschiedlicher Gegenwartskunst und Forschungsprojekten.

Drei TeilnehmerInnen sind eingeladen, ihre persönliche Sicht und ihren Umgang mit Textilien in ihrer spezifischen Praxis vorzustellen. Sie werden uns an Hand ihres Umgangs mit den unterschiedlichen Erzählungen und der Historie der Textilien, mit traditionellen Techniken und Artefakten sowie Metaphern und Fragen zu zeitgenössischen Sachverhalten durch das Textil führen. Sie zeigen uns an Hand ihrer Auseinandersetzung mit Textilien unterschiedliche Erzählungen, die Historie, traditionelle Techniken und Artefakte und verwenden dabei auch Metaphern und Fragen zeitgenössischer Sachverhalte.

Zusammen mit dem Publikum und unserem Gastgeber und Besitzer der Galerie Hamid, einem iranischem Teppichhändler und Sammler, werden wir versuchen, unseren eigenen Standpunkt in Bezug zu Textilien, unserer persönlichen Geschichte und unserem Platz in der Gesellschaft zu lokalisieren.
Während des Salons werden wir unsere Betrachtung der Gegenwart zuwenden und versuchen zu entwirren, auf welche Art Textilien unser Verständnis von Heimat und Geborgenheit und unser Gefühl von kultureller Zugehörigkeit inmitten einer Kultur von Massenproduktion und unzähligen Qualitäten und Stilen in unserer gegenwärtigen globalisierten Gesellschaft zulässt.

 Der Salon wird in der Galerie Schiras in Schöneberg innerhalb einer eklektischen Sammlung antiker Teppiche aus aller Welt stattfinden. Durch bestimmte Verwendung von Materialen, Farben und Mustern trägt jeder Teppich individuelle Spuren kultureller Bedeutung und traditioneller Bräuche.


über die Teilnehmenden:

Tamuna Chabashvili (GEO/NL)
Die aktuelle Arbeit der georgisch-holländischen Künstlerin Tamuna Chabashvili entwickelt sich, von einer Genderperspektive ausgehend, aus den Themen der Tradition, den Mustern und der eigenen Stimme. Das Aufzeichnen privater Erinnerungen in einer visuellen taktilen Erzählung wird oftmals von traditionellen Artefakten und Arbeitsmethoden inspiriert. Sie untersucht in ihrer Arbeit bereits vorhandene Eigenschaften innerhalb des Textils als Material: Zerbrechlichkeit, Mobilität Beweglichkeit und die Fähigkeit, etwas zu umschließen oder zu schützen. Tamuna spricht über ihre Projekte “The Book of Patterns” (2016) und “The Mantle” (2018), welches sie derzeitig in Berlin entwickelt.

www.pswar.org,  https://supraofherown.wordpress.com


Christel Vesters
(NL) ist eine holländische, in Amsterdam lebende Kuratorin, Kunstkritikern und Wissenschaftlerin. Gegenwärtig arbeitet sie an zwei langfristigen kuratorischen Projekten. Diese wird sie uns im Salon vorstellen. Erstens das Projekt “Touch/Trace: Geschichtsforschung an Hand von Textilien”, welche die komplizierten Verbindungen zwischen Geschichte, Textilien und der Gesellschaft aus der Sicht zeitgenössischer Kunst entwirren. Zweitens das Projekt “Unfinished Systems of Non—Knowledge”, welches Vesters im Jahre 2014 initiierte. Das Projekt geht von der Voraussetzung aus, dass Kunst eine eigene Form des Wissens produziert, eine Art zu denken, in dem ein Teil des Intellekts umgangen und das Experimentelle, Spekulative und Imaginäre durchquert wird.


Karen Michelsen Castañón
(PE/CA) ist eine peruanisch – kanadische Bildende Künstlerin und Pädagogin. Seit 2002 lebt und arbeitet sie in Berlin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit Formen der (kolonialen) Geschichtsschreibung. Ihre Filme, Installationen und Fotographien sind von der Textilkunst beeinflusst, im Besonderen von Textilien aus den peruanischen Anden. Sie studierte Textilkunst in Vancouver sowie Bildende Kunst in Montreal und Hamburg. Sie ist Mitglied des Vereins COMPA Berlin und des colectivo quellcay, welche versuchen den Körper und dekolonialistische Herangehensweisen in pädagogische Kontexte zu integrieren. Karen wird Aspekte ihrer gegenwärtigen Forschung vorstellen.

World of Noon wird von der in Berlin ansässigen Künstlerinitiative ABA (AiR Berlin Alexanderplatz) organisiert und großzügigerweise von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

World of Noon #1, Galerie Schiras, Keithstraße 10, Berlin-Schöneberg © ABA

World of Noon #1, Galerie Schiras, Keithstraße 10, Berlin-Schöneberg © ABA

World of Noon #1, Galerie Schiras, Keithstraße 10, Berlin-Schöneberg © ABA

Salon World Of Noon, 2018