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Opening 28.08.2020! Balance – Finden

19 Aug 2020

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Liebe Freunde,

wir laden Euch herzlich zur Eröffnung von Balance – Finden am 28. August 2020, um 18 Uhr ein.

Die Ausstellung zeigt Arbeiten von

Veronika Dräxler, Max Fesl, Jungwoon Kim und Minh Duc Pham.

Kuratiert von Maya Komarnicki

Veronika Dräxler und Max Fesl: Ritualistic Dialogue, 2018. © Foto: Veronika Dräxler und Max Fesl

Jungwoon Kim: Living Things, 2020. © Foto: Jungwoon Kim

Minh Duc Pham: Beauty Flaws II Dealing with expectations (Detail), 2018. © Foto: Minh Duc Pham

Sie wird vom 29. August bis zum 6. September 2020 in der uqbar zu sehen sein, mit freundlicher Unterstützung von AIR Berlin Alexanderplatz.

Balance – Finden als Stichwort der Selbstbesinnung in ungewissen Zeiten.
In der Gruppenausstellung zeigen die eingeladenen KünstlerInnen Prozesse und Ergebnisse, welche sich diesem Thema widmen, um den Zustand und Begriff zu untersuchen.

Veronika Dräxler (*1986) erforscht in ihrer Praxis den Zugang zur Außenwelt und findet diesen in der globalen Vernetzung, welche das Alltägliche bestimmt. Die darin anzutreffende Gewichtung der Kommunikation, in Form von Bildern und Symbolen verschiebt zunehmend die Grenzen unserer Realität.

Dieses Spannungsverhältnis spiegelt sich in Dräxlers Arbeiten und wird durch die persönlichen Erfahrungen fortlaufend erweitert.
Als kathartischer Moment findet die Künstlerin Zuflucht aus diesem Gefüge in der Natur und stößt dort auf neue Herausforderungen.
In Veronika Dräxlers erster Kollaboration mit Max Fesl (*1988) Ritualistic Dialogue (2018) entstand ein berührendes Gespräch zwischen den beiden KünstlerInnen, welche physisch von einander getrennt sind. In der Videoarbeit dargestellt, ist ein Austausch von Gegensätzlichkeiten und Gemeinsamkeiten zweier Individuen und ihrer Selbstverhandlung.

Auf der Suche nach Medien und Methoden, um Skulptur in einen digitalen Raum zu übersetzen, entwickelt Jungwoon Kim (*1981) mobile 3D-Arbeiten, sogenannte Liquid Sculptures (2020).
Vibrationen, Erosionen und Impulse bestimmen in dieser Welt taktile Bewegungen, welche die anorganischen Strukturen zum Leben erwecken. Die mechanischen Akteure verhandeln mit ihrer reduktiven Ästhetik, Passivität und Aktivität einer fluiden Maschine.

In ihren Arbeiten thematisiert die Künstlerin die Grenzen zwischen dem Virtuellen und Organischen, aber auch die der gemeinsamen Oberflächen und Berührungspunkte in der Bewegung. Das Flüssige, als Zustand der Veränderung und allwährender Begegnung, als Schlüsselmoment des Gegenständlichen.

Zentral für Minh Duc Phams (*1991) Arbeiten sind die Themenbereiche Identität und Zugehörigkeit, das Ausbrechen aus dem damit verbundenen Rahmen einer normativen Welt und ihrem unersättlichen Drang nach Optimierung und Veränderung. Dies steht in direktem Kontrast zur Lieblichkeit und Rückbesinnung zur eigenen Herkunft, mit welcher Pham sich seinen Konzepten widmet.
Ihm gelingt es damit, soziologische Narrative von Sexualität, Selbstermächtigung und Ausdruck aufzusuchen, sie gleichzeitig zu dekonstruieren, folglich ihre Abhängigkeit zueinander spielerisch zu hinterfragen und offenzulegen.

Maya Komarnicki